Dreikönigswanderung

Das Jahr 2020 begann mit einem Rekord: 20 Wanderer (so viele wie noch nie in meiner Amszeit!) traten die Dreikönigswanderung an. Bei strahlendem Sonnenschein umrundeten wir den Stausee bei Schnelldorf, stärkten uns kurz beim Wanderwart und kehrten dann im Kulmbacher Eck ein. Ein gelungener Anfang für das neue Jahr!

Siebenbürgenfahrt 2019

Die Idee, eine Fahrt nach Siebenbürgen durchzuführen, wurde im August 2019 in die Tat umgesetzt und die Teilnehmer waren von der Reise in diesen Landesteil Rumäniens begeistert.
Die Anreise nach Györ war kurzweilig, auch dank der flüssigen Verpflegung durch die „Bardamen“. Die Entscheidung, Györ als Übernachtungsort zu wählen, war goldrichtig, denn das Hotel befindet sich in unmittelbarer Nähe der Innenstadt, die viele touristische Sehenswürdigkeiten und vor allem viele Einkehrmöglichkeiten bietet. Außerdem ist das Zentrum der ungarischen Audi-Stadt wunderschön und bot bei der Rückfahrt ein außergewöhnliches Fest: die barocke Hochzeit.
In Siebenbürgen hatten wir dann auch Glück mit dem Wetter: Jeden Tag strahlend blauer Himmel, manchmal war es vielleicht ein bisschen zu heiß (Kronstadt) und nur einmal regnete es – auf der Rückkehr zu unserem Hotel in Hermannstadt.
Dieses befindet sich in unmittelbarer Nähe der Altstadt, sodass die Touristen nach den Tagesfahrten mühelos durch die mittelalterlichen Straßen spazieren gehen konnten und sich in den vielen Einkehrmöglichkeiten von den „Strapazen“ des Tages erholen konnten. Das Ramada-Hotel ist äußerst luxuriös, bietet ein ausgezeichnetes vielfältiges Frühstücksbuffet an und seine Außenaufzüge waren sehr beliebt bei den Teilnehmern wegen der wunderbaren Sicht auf die Altstadt und Umgebung. Unverständlich (das war das einzige Manko der Fahrt), dass es bei so einem erstklassigen Hotel zu Problemen mit dem Wechsel der Handtücher und der Bettwäsche kam.
Die Woche war recht intensiv, weil viele touristische Sehenswürdigkeiten besichtigt wurden. Es fing schon auf der Hinfahrt an, als wir Zeit hatten, beim Kloster Melk kurz zu verweilen. Im Mittelpunkt standen die siebenbürgisch-sächsischen Kirchen und Kirchenburgen: Heltau, Michelsberg, Tartlau, Agnetheln, Trappold, Schäßburg, Birthälm, Pretai und Kronstadt. Im letztgenannten Ort, in Hermannstadt und Karlsburg gab es Stadtführungen. Die Törzburg (das sogenannte „Dracula-Schloss“), die Schwarze Kirche in Kronstadt, das Sambata-Kloster in den Südkarpaten, das ungarische Dorf Rimetea in den Westkarpaten, der Badeort Salzburg bei Hermannstadt standen auch auf dem Programm.
Zu den Höhepunkten zählten die Besichtigungen der Kirchenburg bzw. des Friedhofs in Pretai (danke an Familie Faff) und der letzte Abend im Hirtendorf Sibiel, wo wir in ausgelassener Stimmung Abschied nahmen von Siebenbürgen.
Und nicht zu vergessen sind die musikalischen Höhepunkte. Dabei ist nicht die CD des Reiseleiters mit Peter Maffay, Phoenix oder Gica Petrescu gemeint, sondern das gemeinsame Singen von Chorälen in mehreren siebenbürgischen Gotteshäusern unter Werners Leitung. Nicht nur für uns war dieses ein besonderes Erlebnis – auch die zufällig anwesenden Touristen waren begeistert von den spontanen Gesängen der „Kamilli-Singers“.
Die Reisegruppe (42 Teilnehmer) war sehr homogen, es herrschte Harmonie und immer war jemand da, um dem Fahrer beim Vorbereiten des Mittagessens und bei Kaffee und Kuchen zu helfen. Friedrich Stoll war nicht nur als Fahrer zuverlässig und erfahren, er zauberte in Windeseile mit wenigen Handgriffen Essen und den obligatorischen Kaffee und Kuchen auf die Tische neben dem Bus.
Die Reise war so erfolgreich und stieß auf so große Begeisterung, dass der Organisator und Reiseleiter kurz nach der Rückkehr in die Heimat ein Nachtreffen (22 November) in die Wege leitete. Innerhalb von wenigen Tagen meldeten 30 Reisende ihre Teilnahme an, sogar Nichtteilnehmer wollen beim Treffen dabei sein.
All diese Erfahrungen haben dazu beigetragen, in Erwägung zu ziehen, in zwei Jahren eine Reise nach Nordsiebenbürgen und zu den Moldauklöstern zu organisieren.

Nachtrag: Am 22. November fand ein Treffen in Schnelldorf statt, bei dem unter anderem Bilder von der Fahrt gezeigt wurden. Auch kamen die Anwesenden in den Genuss von siebenbürgischen Spezialitäten: Auberginensalat (vinete), evangelischer Speck und Kleingebäck. Die Veranstaltung fand großen Anklang bei den zahlreichen Teilnehmern.

Bilder: https://1drv.ms/u/s!AqdXQKQJ6qY9gd5SuykqQTgDXN_boA?e=3XiqzC

Wander- und Weinfahrt 2019

Am 28. September fand unsere Wander- und Weinfahrt statt. Letztes Jahr fuhren wir ins württembergische Weingebiet nahe Bretzfeld, diesmal ging gen Norden an die Mainschleife.
31 Teilnehmer – ein neuer Rekord! – fuhren zuerst in den Volkacher Ortsteil Astheim, wo die Wanderung zum Aussichtspunkt Vogelsburg führte. Hier kehrten wir auf der Terrassen-Gaststätte kurz ein und waren heilfroh, dass das Wetter es gut mit uns meinte: Es war frisch, aber es blieb trocken und so genossen wir die wunderbare Landschaft der Mainschleife.
Anschließend ging es Richtung Escherndorf und dann mit der Fähre nach Nordheim. Auf der Weininsel kehrten wir in der Häckerwirtschaft Helmut Christ ein und ließen es uns im bezaubernden Barockhof mit Speisen aus regionalem und biologischem Anbau bzw. Weinen aus biodynamischen Anbau gutgehen.
Die Stimmung war auch dank musikalischer Unterstützung ausgezeichnet und deshalb war es auch nicht verwunderlich, dass man sich schweren Herzens vom Barockhof Richtung Heimat verabschiedete.

Bilder: https://1drv.ms/u/s!AqdXQKQJ6qY9ges4Z-3g_hIS8nHojA?e=cgsGTZ

Hüttentage 2019

Drei Höhepunkte hatten die diesjährigen Hüttentage, die zum ersten Mal im Oktober stattfanden, um auch den Feiertag einzuschließen.
Die Kundler Klamm ist eine der schönsten Naturschluchten in Österreich und zugleich die kürzeste Verbindung zwischen der Wildschönau und dem Tiroler Inntal. 200 Meter hohe und steile Felsflanken beeindrucken, die tosenden Wassermassen ebenso. Die Klammstrecke ist 3,5 Kilometer lang und für jung und alt bestens geeignet.
Auf der Heimfahrt fuhren wir über Rattenberg, der kleinsten Stadt Österreichs.
Der Zirbenweg oberhalb von Innsbruck ist Teil des Adlerweges und verläuft von der Bergstation der Patscherkofel bis zur Tulfeinalm (Tulfes). Von der Talstation der Patscherkofelbahn geht es mit der Gondel bequem bergauf auf 1.952 Meter. Vom Patscherkofel nach Tulfes führt der Zirbenweg auf einem breiten Steig zu der etwas versteckten Boscheben-Hütte. Der Weg verläuft leicht an- und absteigend, jedoch ohne wesentliche Höhenänderungen entlang der Waldgrenze auf über 2.000 Metern Seehöhe. Dei Wanderung führt durch einen jahrhundertealten geschlossenen Zirbenbestand. Während des gesamten Weges eröffnet sich eine atemberaubende Kulisse mit Blick auf das Inntal. Gegenüber erhebt sich die imposante Nordkette, der Beginn des Karwendelgebirges. Am Ende des Zirbenweges geht es mit der Glungezerbahn in der Nähe der Tulfeinalm hinab nach Tulfes.
Der Weg ist auch umgekehrt mit Start in Tulfes begehbar, war wir gemacht haben. Zurück zur Patscherkofelbahn fährt eine Buslinie.
Totz der schlechten Wettervorhersage hatten wir relativ gutes Wetter: Es blieb trocken und ab und zu zeigte sich auch die Sonne.
Das war am Samstag leider nicht mehr der Fall, denn es regnete fast den ganzen Tag, sodass der Almabtrieb in Hart eine etwas feuchte Angelegenheit war. Dennoch war dieses Fest bestens besucht: Echte Tradtition und kulinarische Schmankerln (Zillertaler Krapfen und Melchermuas) und lockten zahlreiche Gäste an. Schade, dass nur zwei Vertreter der Feuchtwanger Hütte daran teilnahmen!


Bilder: https://1drv.ms/u/s!AqdXQKQJ6qY9getdzfvcdnszesGMSA?e=jbwb2P

1-Mai-Wanderung 2019

Am 1. Mai wanderten wir auf dem Natur- und Bierwanderweg bei Neumarkt i.d.OPf.  Zuerst ging es den Kreuzweg über 367 Stufen zur Mariahilf-Kirche. Kurz unterhalb der weithin sichtbaren Kirche eröffnete sich auf einer Aussichtsplattform ein fantastischer Blick auf die Stadt und die vorgelagerten Zeugenberge, die wie Perlen um Neumarkt gereiht sind. Wirklich sehenswert ist auch die Kirche selbst.

Anschließend führte die Wanderung zum „Landhotel Almhof“, wo wir vorzüglich aßen. Danach führte uns der Weg in den Fuchsberg-Wald, wo wir bald einen urigen, vollkommen zugewachsenen alten Steinbruch erreichten. Schade, dass nicht alle Mitwanderer ihn sahen, denn sie vertrauten dem Wanderwart nicht und nahmen eine Abkürzung zur nächsten Sehenswürdigkeit.
Bei der Burgruine Wolfstein hatten wir eine atemberaubende Sicht vom Pallas auf Neumarkt und Umgebung; kurz darauf erreichten wir den Krähentisch, ein Fels-Kuriosum, von dessen Plateau sich nochmals ein herrlicher Blick auf die Stadt unter uns bot.

Vorbei an sonnigen Trockenrasen, Wacholder und einzeln stehenden Schlehen stiegen wir abwärts und erreichten kurz danach den Stadtteil Schafhof mit dem aussichtsreich gelegenen „Berghotel Sammüller“, wo wir kurz einkehrten.

Danach ging es mit dem Bus Richtung Stadtzentrum, wo viele Wanderer im Oberen Ganskeller unter anderem  das leckere kastanienfarbene Rotbier „Gansbräu“ bei herrlichem Wetter genossen – eines der vielen Höhepunkte einer wundervollen 1. Mai-Fahrt.

Bilder: https://1drv.ms/u/s!AqdXQKQJ6qY9gdYV_WRBe89RAlcvRA?e=kiyfry

Seniorenwanderwoche in Bötzingen am Kaiserstuhl

Vom 05.06. – 11.06.2017

Unterwegs auf dem Wanderweg Oestheim „Nixe“ (ca.
12,5 km)

Mit Privat-Pkw fuhren wir am Samstagnachmittag,
25.07.2015, bei angenehmen Temperaturen – wohl aber
mit einem starken Wind – um 13.30 Uhr nach Unteroest-
heim. Unsere neue Seniorenreferentin Gerlinde Beckler
führte uns (12 Wanderer und 2 E-Biker) auf den Wan-
derweg Oestheim „Nixe“.


Auf diesem Wanderweg „Nixe“, der z. T. auf einem Originalabschnitt der alten Handelsstraße Fulda – Rom verläuft, gibt es viel zu sehen:

  • den Schäferskarren, ein kleines Schäfermuseum, am „Mühlbuck“
  • oberhalb des „Mühlbucks“ befindet sich einer der schönsten Aussichtspunkte mit weitem Blick ins Hohenloher Land und nach Rothenburg o.d.T.
  • den „Kirchbuck“: hier hat man einen herrlichen Rundblick bis hinauf nach Schloss Schillingsfürst
  • den Peterschlag
  • die europäische Wasserscheide – ein Pumpbrunnen mit Quellstein, der den Wasserlauf zu Main und Donau zeigt.

Während der Wanderung hatten wir mit extrem starkem Wind zu kämpfen, der Leichtgewichtige ins Schwanken brachte.

Bedingt durch den starken Wind, verkürzten wir die Wegstrecke und liefen über Oberoestheim wieder zurück nach Unteroestheim. Im Gasthaus „Schwarzer Adler“ beendeten wir mit Küchle Kaffee und gutem Vesper die Seniorenwanderung.

Trotz des starken Windes eine schöne Wanderung inmitten herrlicher Natur.

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Fischschmaus in Bortenberg

Am 11. November fand im Gasthaus „Zur Linde“ in Bortenberg der traditionelle Fischschmaus statt. 22 Mitglieder kamen in Genuss von ausgezeichnetem Essen in lockerer Atmosphäre. Danach fand eine Wanderung nach Kloster Sulz statt, wo wir wieder bei Familie Hübner einkehrten. Diesmal war das Wetter nicht so kalt wie vor zwei Jahren, aber wir alle hatten erneut viel Spaß bei Christa und Hans. Vielen Dank für die Bewirtung!

Bilder: https://1drv.ms/a/s!AqdXQKQJ6qY9gcl4EY0i0fyEoNfa5g

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Unterwegs im Oberpfälzer Wald und an der Waldnaab

 Vom 16.05. – 22.05.2016

Im Oberpfälzer Wald findet sich ein einzigartiges Naturschutzgebiet, das Waldnaabtal. Eine außergewöhnliche Flora und Fauna durchziehen das Tal. Malerische Felsengebilde und 30 bis 50 Meter hohe, sich auftürmende Granitmassen säumen das Flussbett. Bizarre Steinriesen versuchen den Lauf der Waldnaab zu hemmen.

 In dieser herrlichen Umgebung liegt der Püchersreuther Ortsteil Baumgarten mit dem Hotel-Restaurant „Igel“. 24 Wanderfreunde wurden von der Familie Bothner während des Aufenthalts mit vielen Köstlichkeiten verwöhnt.

Nach unserer Ankunft und der Zimmerverteilung wurden wir von dem Hausherrn mit „Häppchen“ empfangen. Danach starten wir zu unserer ersten Wanderung (ca. 8 km). Ab der Hammermühle bei Falkenberg ging es zum Mühlnickelweiher und einer Vielzahl von kleinen Teichen, die wie eine Kette aufgereiht sind.
  
Danach erreichten wir eine Blockhütte mit Biergarten und Wasserschöpfrad an der Waldnaab. Der Weg führte uns durch das Granittal an Felsen vorbei mit Namen wie „Butterfass, Amboss, Flaschenbovist und Sauerbrunnen“. Vorbei am Kammerwagen ging es zurück zur Hammermühle. Nach der Wanderung schmeckte uns der hausgemachte Kuchen und Kaffee besonders gut.





 
Am zweiten Tag fuhren wir in die Knopfstadt Bärnau. Nach einer Führung im Knopfmuseum,  
die für alle sehr interessant war, wanderten wir zum Messberg hoch ins Hochmoorgebiet. Dies liegt direkt an der Grenze zu Tschechien und gehört bereits zum Flussgebiet der Moldau. In diesem Kammmoor findet man besonders seltene Tiere und Pflanzen. Vorbei am Schmuckerhof ging es zum Steinberg hoch. Von dort hatten wir eine herrliche Fernsicht ins „Böhmische“. Der Grenzlandturm von 1912 und die barocke Steinbergkirche waren Stationen auf unserem Rückweg nach Bärnau (ca. 10 km).

Am dritten Tag erwanderten wir das Naturschutzgebiet „Doost“, ein mystisches Naturschauspiel mit bizarren Granitformationen.

Von dem Städtchen Floss gingen wir über Boxdorf hoch zum „Galgen“, einer ehemaligen Richtstätte des „Flosser Amtes“, bevor wir über Ritzlersreuth in den „Doost“ gelangten. Hier im ältesten Naturschutzgebiet der Oberpfalz erwartete uns ein traumhaftes Fleckchen Erde. Rundliche Granitblöcke mit einer Größe bis zu fünf Metern, wie das sagenumwobene „Teufels Butterfass“, liegen im Girnitzbach, einem stellenweise unsichtbaren, aber hörbaren Bachlauf. Vorbei am Gollwitzer Weiher erreichten wir Diepoltsreuth.

Dort stärkten wir uns im Gasthaus „Plödt“ mit einer deftigen Bauernbrotzeit. Auf dem Bockl-Radweg erreichten wir über Gailertsreuth und Niedernfloß unseren Ausgangspunkt Floss (ca. 12 km).

Der vierte Tag stand zur freien Verfügung. Einige fuhren mit den Autos ins Böhmische nach Marienbad. Andere besuchten die Städte Weiden, Tirschenreuth oder Windischeschenbach. Auch im nahe gelegenen Sybillenbad begaben sich einige ins Heilwasser, um ihre Muskeln zu lockern. Ossi machte sich im Alleingang zur großen Steinwaldrunde auf. Wegen des sehr drüben Wetters gab es leider keine Fernsicht, die sich nur bei schönen Wetter anbietet. Am Samstag wiederholte er bei herrlichem Wetter die Tour noch einmal, dieses Mal mit einer tollen Fernsicht.

Am fünften Tag begaben wir uns auf die große Waldnaabrunde (15 km). Mit dem Auto fuhren wir von Windischeschenbach bis zum Park- platz am Exerzitienhaus Johannis- thal. Entlang der Waldnaab ge- langten wir wieder in ein herrliches Naturschutzgebiet. Dort wo der Frombach in die Waldnaab mündet, stießen wir auf die „Gletscher- mühle“. Das Wasser formt und höhlt hier Steine in verschiedenen Größen in jahrtausendelanger Arbeit aus. Weiter flussaufwärts kamen wir an einer gewaltig aufgetürmten Fels- formation in der Waldnaab, dem „Tischstein“ oder der Burgruine „Alt- Neuhaus“ aus dem 12. Jahrhundert vorbei. Über einen Holzsteg erreichten wir wieder die Blockhütte, an der wir bereits am Montag vorbeigewandert sind. Im Biergarten legten wir eine längere Rast ein. Gut gestärkt nahmen wir für den Rückweg den „Uferpfad“, auf dem wir unter erschwerten Bedingungen wieder nach Johannisthal zurück kehrten. Um 16:00 Uhr besuchten wir in Windischeschenbach das Kommunbrauhaus. Herr Georg Mann erklärte uns was ein echtes „Zoigl“ ist. Der Zoigl ist ein untergäriges Bier, das im Original nur im Oberpfälzer Wald nach alther- gebrachter Weise gebraut wird. Gebraut wird der Zoigl nur in den Kommunbrauhäusern in Eslam, Falkenberg, Mitterteich, Neuhaus und Windischeschenbach. Das Zoiglbraurecht von Windischeschenbach geht bis in das Jahr 1455 zurück, das von Neuhaus sogar bis 1415. Der Zoiglstern zeigt heute noch wo frisches Bier gezapft wird. Wir fanden diesen Stern am „Schlosshof“ und natürlich ließen wir uns das süffige „Zoigl“-Bier schmecken. Ein wahrer Genuss!



Die geplante Wanderung am Samstag sollte uns ins Felsenlabyrinth und zur großen und kleinen Teufelsküche führen. Der überwiegende Teil der Wanderer entschied sich jedoch für eine kürzere Tour und so marschierten wir zur Tirschenreuther „Teichpfanne“. Sie ist eines der größten zusammenhängenden Teichgebiete der Bundesrepublik Deutschland. Der Landkreis Tirschenreuth ist wortwörtlich das Land der tausend Teiche. Heute gibt es wieder ca. 4000 Teiche im gesamten Landkreis, die auch wirtschaftlich genutzt werden. Vom Wanderparkplatz ging es zuerst durch ein Naturschutz-gebiet in den Wald hinein bis wir das große Teichgebiet erreicht hatten. Wir wanderten auf den Teichdämmen vorbei an Fischer- hütten und Schwänen im Wasser bis zur sogenannten „Himmelsleiter“. Ein im Jahr 2012 erbautes Bauwerk aus Stahl mit 70 m Länge und 20 m Höhe. Eine atemberaubende Aussicht! Über das Bauwerk selbst. Kann man streiten! Nach 6 km Wanderung kamen wir wieder am Wanderparkplatz an. Anschließend besuchten wir die Stadt Tirschenreuth. Dort fand gerade das Stadtfest statt. Im Korb der Feuerwehrleiter konnten wir noch einen Blick über die Stadt und das Umland genießen. Ein großer Eisbecher schloss diese schöne Wanderwoche ab.




Ohne einen Tropfen Regen und täglich steigenden Temperaturen erlebten wir eine wunderbare unfallfreie Wanderwoche. Am Sonntag ging es wieder zurück nach Feuchtwangen.


Gerlinde Beckler

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Seniorenwanderwoche in der Vulkaneifel

vom 09.06. – 15.06.2014

Unterwegs im Land der Maare und Vulkane

Im Herzen der Vulkaneifel, in der waldreichen Umgebung von Manderscheid, dort wo die romantische Kleine Kyll durch ihr pittoreskes Tal fließt, liegt eine traumhaft gelegene Anlage: das Hotel-Restaurant Heidsmühle. Hier gibt es Eifeler Köstlichkeiten: Eifeler Döppekooche, die Forellen aus dem Mühlbach, Gerichte rund um das EIFEL-Schwein und Wild aus heimischen Wäldern, täglich frisch gebackene Kuchen und Torten aus der hauseigenen Konditorei und vieles mehr. Für eine Woche unser Domizil. Und was das Essen betraf, wurden wir wahrlich verwöhnt. Die Eifeler Köstlichkeiten mundeten uns vorzüglich.

Die Heidsmühle ist die jüngste der Manderscheider Mühlen. Sie wird bereits in der 5. Generation der Familie Stadtfeld als Familienbetrieb geführt und ist vor allem aufgrund ihrer außergewöhnlichen Lage, der frischen Eifeler Küche und der hauseigenen Konditorei weit über die Grenzen der Vulkaneifel als Ausflugsziel bekannt.

Nach Ankunft und Zimmerverteilung begaben wir uns auf den eindrucksvollen und zugleich atemberaubenden Manderscheider Burgenstieg, der rund um die Ober- und Niederburg führt (ca. 6 – 7 km). Diese Tour bietet immer wieder neue Blickperspektiven auf die gewaltige Doppelburganlage und die Stadt. Unterwegs ist man auf schmalen, natürlichen Pfaden durch den Wald und hoch über der Lieser, diese Highlights machen die Wanderung zu einem unbedingten Muss!

Am zweiten Tag wanderten wir von Manderscheid über den Vulkanlehrpfad Mosenberg mit Vulkanerlebnis Mosenberg zum Windsborn-Kratersee und weiter zum Meerfelder Maar (ca. 15 km). Der Windsborn-Kratersee ist der einzige Kratersee nördlich der Alpen. Er ist ca. 1,20 m tief und besteht nur aus Regenwasser! Ein Kratersee ist kein Maar!!! Ein Kratersee entsteht in der Spitze eines Vulkankegels und hat somit keinen Kontakt mit Grundwasser bzw. er liegt immer über der Geländeoberfläche. Der Windsborn-Kratersee wird zu dem von einer wachsenden Verlandungszone mit seltenen Pflanzen eingerahmt.

Beim Anblick des „nur“ 24 Hektar großen und 17 Meter tiefen Maarsees glaubt man kaum im Talkessel des mit einem Durchmesser von 1,7 km und einer Trichtertiefe von fast 200 Metern größten Maarkessels der Eifel zu stehen. Maare sind die Markenzeichen der Vulkaneifel. 75 davon sind nachgewiesen, zehn enthalten einen See – die „Augen der Eifel“. In vielen anderen haben sich die Seen nach der Verlandung zu Hochmooren mit einer spezifischen Pflanzenwelt entwickelt – den Trockenmaaren. Ein Teil der Wandergruppe marschierte nur bis zum Windsborn-Kratersee und begab sich nach einer Einkehrrast wieder zurück nach Manderscheid.

Am dritten Tag führte uns der Seniorchef des Hauses Herr Stadtfeld rund um Manderscheid. Eine Wanderung von ca. 11 km. Er informierte uns ausführlich über seine Heimat und zeigte uns die einzigartigen Schönheiten der Vulkaneifel. Die Landschaft bei Manderscheid mit seinen Burgenzwillingen ist wahrlich eine Perle der Eifel.

Tags darauf begab sich ein Teil der Gruppe über den Lieserpfad zum Kloster Himmerod (ca. 18 – 19 km). Der urige Weg entlang der Kleinen Kyll und der Lieser weist ein anspruchvolles Höhenprofil auf. Das Zisterzienserkloster Himmerod ist die älteste Ordensgründung des Bernhard von Clairvaux auf deutschem Boden. An die Stelle der zunächst hölzernen Klosteranlage, welche die Mönche im Jahr 1136 bezogen hatten, trat der im Jahr 1178 eingeweihte steinerne romanische Kirchenbau. Mit der Weihe der neuen Klosterkirche konnte im Oktober 1960 die Rekonstruktion des Kirchengebäudes fertiggestellt werden. Heute ist Himmerod für Besucher ein Ort der Offenheit, Sammlung und der Zuflucht, der seelischen Unterstützung oder Neuorientierung. Ein Besuch der Gebetszeiten bietet einen lebendigen Einblick in das klösterliche Leben, die Dauerausstellung in der „Alten Mühle“ informiert über die Geschichte der Abtei Himmerod und des 900 Jahre alten Zisterzienserordens.

Der Rest der Gruppe nahm den kürzeren Weg, ca. 10 km, über den Karl-Kaufmann-Weg (der Karl-Kaufmann-Weg ist der Hauptwanderweg Nr. 2 des Eifelvereins und führt in seiner Gesamtheit von Brühl nach Trier) zum Zisterzienserkloster Himmerod.

Ein Teil der Gruppe wurde vom Hotelchef mit dem Auto abgeholt, einige fuhren mit dem Schulbus nach Manderscheid zu unserem Hotel Heidsmühle zurück.

Eine sehr schöne und erlebnisreiche aber auch anstrengende Tour, zudem herrschten hohe Temperaturen von über 30 Grad.

Natürlich kamen die Fußballfans auch auf ihre Kosten. Im Nebenzimmer des Restaurants war für die anstehende Fußballweltmeisterschaft eine Großbildleinwand aufgebaut.

Der 5. Tag stand zur freien Verfügung. Mit dem Bus bzw. mit Privat-Pkw`s ging es nach Bernkastel-Kues, Cochem, Traben Trarbach bzw. Koblenz.

Bernkastel-Kues liegt im Moseltal, zirka 50 Kilometer von Trier entfernt. Die höchste Erhebung ist der Olymp (415 m ü. NN), der niedrigste Punkt (107 m ü. NN) liegt am Moselufer.

Cochem, eine einmalige Kombination aus Reichsburg und historischer Altstadt, liegt reizvoll an der Mosel.

Traben-Trarbach befindet sich etwa 40 km nordöstlich von Trier und etwa 60 km südwestlich von Koblenz im Tal der Mittelmosel; nördlich der Stadt befindet sich der Moselschleifenberg Mont Royal. Der Stadtteil Traben liegt links der Mosel am Fuße der ehemaligen Festung Mont Royal und Trarbach rechts des Flusses auf der Hunsrück-Seite. Während Traben auf einer großen Breite am Moselufer liegt, erstreckt sich Trarbach länglich zwischen den recht steilen Bergen, vor allem ins Kautenbach-Tal.

Am sechsten Tag fuhren wir mit den Autos zu den „Dauner Maaren“. Sie sind wohl die berühmtesten „Augen der Eifel“ – die drei Maare um Daun. Wie Perlen aufgereiht liegen Schalkenmehrener, Gemündener und Weinfelder Maar (auch Totenmaar genannt) nebeneinander. Auch an diesem Tag teilte sich die Seniorengruppe in zwei Wandergruppen auf. Die eine Gruppe fuhr mit dem Auto bis zum Gemündener Maar und umrundete über Dronketurm auf gut angelegten Wanderwegen alle drei Maare (ca. 15 km). Die zweite Gruppe ging es gelassen an und fuhr mit dem Auto bis zur Schalkenmehrener Maar und begab sich auf eine kleinere Rundwanderung.

Gegen 16.00 Uhr trafen alle Wanderer wieder in der Heidsmühle ein. Bei leckerem hausgebackenem Kuchen und Kaffee verbrachten wir den letzten Spätnachmittag bis zum Abendessen auf der Terrasse des Restaurants.

Unser Abendessen nahmen wir nicht wie die Tage vorher auf der Terrasse sondern im Restaurant ein. Die Temperaturen waren auf 18 – 20 Grad „abgestürzt“. Das hielt uns aber nicht davon ab, gemütlich beieinander zu sitzen und mit einem Gläschen guten Moselwein die Seniorenwanderwoche ausklingen zu lassen.

Die Seniorengruppe bedankte sich mit einem Geschenkkorb beim „Interims-Seniorenwandergruppenführer“ Walter Kunz, der diese Wanderwoche zusammen mit seiner Frau Maria, organisiert hatte. Ein herzliches DANKESCHÖN!

Am Sonntag, 15.06.2014, hieß es nach dem Frühstück Abschied nehmen von der puren Naturidylle in der Vulkaneifel – vom Hotel-Restaurant Heidsmühle. Wir hatten hier eine erlebnisreiche und genussvolle Wanderwoche bei extrem warmen Temperaturen verbracht. Herzlichen Dank auch an Familie Stadtfeld und ihr Team. Die eingangs erwähnte Aussage hinsichtlich der Hotelanlage und der „Eifeler Köstlichkeiten“ hat sich in vollem Umfang bestätigt.

Eine gelungene Wanderwoche bei herrlichem Wetter!

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